Immer mehr anspruchsvolle Produkte werden unter Reinen Bedingungen, also in Reinräumen, hergestellt. Neben dem klassischen Anwendungsgebiet Mikroelektronik zählen dazu inzwischen die Pharma-Technik und die Bio-Technologie, die Luft- und Raumfahrt-Technik, die Mechatronik, die Optoelektronik und wachsende Anteile der Nahrungsmittel-Produktion. Unser "HighTex-Cleaning"-Verfahren unterstützt den rapiden Fortschritt in diesem Bereich industrieller Fertigung.
Nicht nur der natürliche Partikelgehalt der Luft und die beim Fertigungsprozess freigesetzten Partikel stören diese Reinen Fertigungsbedingungen, sondern auch die vom Menschen stammenden Partikel. Der normal bekleidete Mensch emittiert selbst bei bester Körperhygiene kleinere und größere Partikel in einem für Laien kaum vorstellbaren Ausmaß: Einige zehntausend bis wenige hunderttausend Partikel sind selbst bei völliger Untätigkeit zu veranschlagen, mehrere Millionen bei raschen Bewegungen. Als "groß" gilt dabei ein Zehntel des Menschenhaar-Durchmessers, also etwa 5 Mikrometer, als "klein" etwa ein Hundertstel des Haar-Durchmessers. Zu solchen "Partikeln" gehören Hautteilchen, Teilchen der Bekleidung, Schmutzteilchen, Waschrückstände und Fremdteilchen aus der Umgebung.
Damit der Mitarbeiter in solcher Umgebung nicht als "Störgröße" fungiert, trägt er anspruchsvolle Spezialkleidung, wozu neben einem körperlangen Spezial-Overall auch Kopfhaube, Gesichtsmaske, Handschuhe, Gamaschen und Spezialschuhe gehören. In manchen Anwendungsfällen kommt noch eine Zwischenkleidung hinzu. Diese Reinraumkleidung wirkt als Filter-System und reduziert die störende Partikel-Emission in beeindruckendem Ausmaß, nämlich auf etwa ein Hundertstel der genannten Werte. Allerdings hält diese Wirkung nur einige Stunden bis wenige Tage an; dann ist eine Dekontaminierung der Reinraumkleidung notwendig. Danach kann die Reinraumkleidung wieder als zuverlässiges, leistungsfähiges Filter-System getragen werden.
Was heißt "Dekontaminierung" der Reinraumkleidung? Wir reinigen die Kleidung mittels einer anspruchsvollen Spezialwäsche, die mit der Haushaltswäsche nicht einmal den Namen gemeinsam hat. Das verwendete Spülwasser beispielsweise hat eine so hohe Reinheit, dass für seine Herstellung kostspieliges destilliertes Wasser lediglich als Rohwasser dienen kann. Auf diese Weise lässt sich realisieren, was für die Haushaltswäsche illusorisch ist: Wir waschen porentief rein. Nach der besonders schonenden Trocknung sortieren und verpacken wir die Kleidungsstücke in einem Reinraum. Dank solcher Behandlung kann Reinraumkleidung, deren Beschaffungspreis auf dem Niveau von Maßkonfektion liegt, bei uns überdurchschnittlich oft dekontaminiert werden. Einhundert bis einhundertfünfzig solcher Behandlungen sind keine Seltenheit, eine Anzahl, von der Hausfrauen bei der Blusen- und Hemden-Wäsche nur träumen können.
Die Dekontaminierung erfordert nicht nur aufwendige, kapitalintensive Spezialanlagen, sondern auch bestens trainierte Mitarbeiter. Unser Team kontrolliert und sortiert die Reinraumkleidung bereits vor der Dekontamination: Stark verschmutzte Kleidungsstücke werden vorab separat gereinigt, beschädigte aussortiert. Und nach der Dekontamination prüfen wir regelmäßig das Behandlungsergebnis, also die Restkontamination der Kleidungsstücke. Unsere Kunden entscheiden, ob diese Prüfung mit dem Saug-Test oder mit dem HelmkeDrum-Test erfolgt.
Damit der gesamte Dekontaminationsprozess mit konstant hoher Effizienz ablaufen kann, nutzen wir gleichermaßen die fortgeschrittene Technik führender Anlagenbauer und Eigenentwicklungen der als Diplomingenieure ausgebildeten "Zahn-Zwillinge". Die strikte Vermeidung von "Betriebsblindheit" und kürzestmögliche Entscheidungswege sichern die rasche Umsetzung technischer Verbesserungen. Das Ergebnis dieser Bemühungen - permanent ein minimales Restkontaminations-Niveau bei überdurchschnittlich langer Nutzungsdauer der Reinraumkleidung und bei garantierter Termin-Treue - überzeugt unsere Kunden.